22. August 2026

USA erstatten deutschen Firmen hunderte Millionen Euro

Von Admins

Börsennotierte Unternehmen in Deutschland haben nach einem Bericht der „WirtschaftsWoche“ Erstattungen für zuviel gezahlte US-Zölle in Höhe von insgesamt mehr als 790 Millionen Euro erhalten. Die Summe gehe aus Finanzberichten und ‌zusätzlichen ⁠Angaben der ⁠Konzerne hervor, berichtet das Blatt an diesem Freitag. Die Rückzahlungen seien in den vergangenen Wochen erfolgt.

416 Millionen Euro für DHL

Die größte ​Rückzahlung habe dabei der Logistikriese DHL verbucht, heißt es weiter. Nach Angaben von Finanzchefin Melanie Kreis erhielt der DAX-Konzern bislang eine Erstattung von insgesamt 416 Millionen Euro. Das Unternehmen will das Geld an die betroffenen Kunden weiterleiten.

Hohe Rückflüsse habe es auch im Gesundheitssektor gegeben, schreibt die „WirtschaftsWoche“. Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers bekam danach bisher rund 200 Millionen Euro an Netto-Zollerstattungen. Beim Laborausstatter Sartorius ⁠seien ​es bislang 26 Millionen Euro, beim Medizin- und Sicherheitsausrüster Dräger rund 22 Millionen Euro gewesen.

USA Garden City 2026 | Donald Trump
US-Präsident Trump: Vor dem Supreme Court musste er in Sachen Zollpolitik eine Niederlage hinnehmen Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP Photo/picture alliance

Der ​Sportartikelhersteller PUMA berichtet von ‌Zoll-Rückflüssen in Höhe von rund 49 Millionen Euro und Rational, Weltmarktführer für Großküchengeräte, von ​14 Millionen ⁠Euro.

Weitere Konzerne in Deutschland rechnen mit Erstattungen

Andere Unternehmen erwarten laut „WirtschaftsWoche“ noch in diesem Jahr ebenfalls hohe Rückzahlungen der US-Behörden.

Insgesamt erstattete die Regierung unter Präsident Donald Trump zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar (aktuell 65,53 Milliarden Euro). Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe bei knapp 5,3 Milliarden Dollar.

Das Oberste Gericht der USA hatte Mitte Februar die von Trump angeordneten Zusatzzölle gegen zahlreiche Handelspartner auf Basis eines Notstandsgesetzes für rechtswidrig erklärt. Der Supreme Court befand, dass der US-Präsident damit seine Befugnisse überschritten hatte.