News kompakt: Verletzte und Schäden nach Erdbeben in Peru
Ein starkes Erdbeben hat das Zentrum Perus erschüttert. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt und mehr als 30 Gebäude beschädigt, wie der Sender Latina Noticias unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 6,7 an. Das Epizentrum lag demnach 31 Kilometer nordwestlich von Aniso in der Provinz Parinacochas, in rund 99 Kilometern Tiefe.
Erschütterungen waren auch in Cusco, Arequipa, Junín und der Hauptstadt Lima zu spüren. Nach Angaben der peruanischen Marine bestand keine Tsunami-Gefahr. Das Geophysikalische Institut Perus hatte die Stärke zunächst mit 7,2 angegeben.
Waldbrand in Hürtgenwald nach einer Woche gelöscht
Der größte Waldbrand in der Geschichte des westdeutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ist nach einer Woche gelöscht. Das teilte der Bürgermeister von Hürtgenwald, Stephan Cranen, mit. Die letzten Einsatzkräfte zögen sich aus dem Brandgebiet zurück.

Ende vergangener Woche hatte das Feuer begonnen. Ein Ortsteil musste zeitweise geräumt werden. Nach Angaben Cranens wurden weder Menschen verletzt noch Häuser beschädigt. Er dankte den haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften sowie den Bewohnern für ihren Zusammenhalt. Das betroffene Waldgebiet bleibt vorerst gesperrt, da Bäume durch das Feuer geschwächt und instabil sein können.
Zentralrat der Juden distanziert sich von israelischem Minister
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir zu Massentötungen von Palästinensern scharf kritisiert. Ben-Gvirs menschenverachtende Aussagen stünden diametral zu jüdischen Werten und schadeten Israels Ansehen, sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, der Katholischen Nachrichten-Agentur. Er distanziere sich davon ausdrücklich. Der israelische Minister für nationale Sicherheit hatte erklärt, man solle im Gazastreifen jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser töten.

Zuvor hatte sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz empört über die Äußerungen Ben-Gvirs gezeigt. Dieser hatte zudem erklärt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdienten zu leben und „nicht einmal Menschen“ seien. Darüber hinaus warb er für einen Bevölkerungsaustausch in dem Palästinensergebiet.
Washington verschärft Sanktionen gegen Kuba
Die USA haben neue Sanktionen gegen Kuba verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich nach Angaben des Außenministeriums in Washington unter anderem gegen das kubanische Bauministerium sowie mehrere Staatsunternehmen aus dem Metall- und Bergbausektor. Zudem wurden drei hochrangige Vertreter des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft auf die Sanktionsliste gesetzt.
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez warf Washington vor, damit der Wirtschaft und der Versorgung der Bevölkerung zu schaden. US-Präsident Donald Trump hatte den Druck auf Kuba zuletzt deutlich erhöht und unter anderem die Ölversorgung des Inselstaats weitgehend blockiert.
Spanien richtet Flüchtlingslager in Ceuta ein
Drei Wochen nach dem Massenandrang von Migranten in Ceuta eröffnet die spanische Regierung in der bei Marokko gelegenen Exklave mehrere Aufnahmelager. Ziel sei es, den rund 1800 verbliebenen Flüchtlingen befristet eine Unterkunft zu bieten, erklärte das Migrationsministerium. Ende Juli hatten nach Angaben der spanischen Behörden etwa 72.000 Migranten Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Rund 70.000 von ihnen kehrten wenig später nach Marokko zurück. Viele der verbliebenen Migranten verbringen die Nächte momentan wegen fehlender Unterbringungsmöglichkeiten auf der Straße oder am Strand.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass rund 500 unbegleitete Minderjährige auf das spanische Festland gebracht werden und dort in geeigneten Einrichtungen oder bei Pflegefamilien unterkommen sollen. Nach Angaben der Regierung soll es sich um Mädchen handeln, die angesichts der schwierigen Lage in Ceuta besonders schutzbedürftig sind.
Bangladesch hat ein neues Staatsoberhaupt
Das Parlament in Bangladesch hat den früheren Generalsekretär der Regierungspartei zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Wegen der Zwei-Drittel-Mehrheit seiner Nationalistischen Partei BNP gewann der 78-jährige Mirza Fakhrul Islam Alamgir die Abstimmung deutlich. Der Präsident spielt in dem südasiatischen Land vor allem eine zeremonielle Rolle jenseits der Tagespolitik. Trotzdem hat die Wahl nach Ansicht von Beobachtern eine große symbolische Bedeutung. Erst im Februar übernahm der langjährige BNP-Vorsitzende Tarique Rahman das Amt des Regierungschefs. Die BNP hatte die Parlamentswahl gewonnen und damit die größte islamistische Partei Bangladeschs, Jamaat-e-Islami, überholt.

Die Wahl eines neuen Präsidenten war nach dem Rücktritt von Staatschef Mohammed Shahabuddin im Juli angesetzt worden. Shahabuddin, der ein Verbündeter der gestürzten Ministerpräsidentin Sheikh Hasina war, hatte gesundheitliche Gründe für seinen Schritt genannt. Trotz des politischen Falls Hasinas vor fast zwei Jahren war er zunächst im Amt geblieben.